Eckert, Toerless ;
Holleczek, Peter
:
Abschlußbericht zum Vorhaben TK 558 - VA 0019, Einrichtung eines CONS-Routinglabors.
Erlangen:
FAU.
1997
TR-I4-97-11.- Interner Bericht.
38 Seiten.
Abstract:
Im S-WiN der deutschen Wissenschaft wird X.25 als Netzwerkprotokoll verwendet.
Dieses Protokoll ist die Basis des verbindungsorientierten Netzwerkdienstes
(CONS) gemäß den OSI-Empfehlungen der ISO. Trotzdem wird dieses Netz nahezu
ausschließlich als Transportnetz für TCP/IP verwendet. Ein Haupthindernis für
den betrieblichen Einsatz von direkt auf dem CONS basierenden Anwendungen ist
die komplexe Konfiguration des CONS, hervorgerufen durch fehlende
Implementierungen dynamischer Adreßauflösung und fehlende Standards für
dynamisches Routing.
Im Rahmen des vom DFN-Verein geförderten Projektes TK 558-VA 0019 sollten diese
Probleme sowohl theoretisch untersucht werden, als auch durch Implementierungen
von im Rahmen des Projektes entwickelten Ansätzen eine praktische Lösung dieses
Problemkreises geschaffen werden. Diese Implementierungen sollten weiterhin im
Piloteinsatz und im Zusammenspiel heterogener CONS-Implementierungen
kommerzieller Hersteller erprobt werden.
Der im Projekt entwickelte Ansatz für dynamisches Routing basiert soweit wie
möglich auf bereits für CLNS definierten Protokolle der ISO. Es wurden sowohl
für IS-IS als auch IDRP Anpassungen an den CONS theoretisch erarbeitet und für
IS-IS im Rahmen des Projektes implementiert. Zusammen mit der auch im Projekt
auf mehreren Plattformen implementierten dynamischen Adreßauflösung nach
ISO-10030 wurden damit Adreßauflösungs- und Routingkomponenten für den CONS
realisiert, die ihn damit in Bezug auf seine praktischen Einsatz im Netz
vergleichbar zu CLNS oder IP werden lassen.
Die Implementierung der kompletten Vermittlungssystemfunktionen und
Endsystemfunktionen für das dynamisches Routing des CONS wurden auf Basis der
Plattform Sun/SunOS durchgeführt. Daneben wurden Teile, insbesondere die
Endsystemfunktionen, auf Basis PC/DOC realisiert. Insbesondere mit der
Sun-Plattform steht dadurch eine Lösung zur Verfügung, die universell
einsetzbar ist.