Reitzner, Stephan
:
Vererbungsmechanismen auf Koordinierungsklassen.
Erlangen:
FAU.
1995
TR-I4-95-12.- Interner Bericht.
19 Seiten.
Abstract:
Der Koordinierung von parallelen Abläufen in objektorientierten
parallelen Programmiersprachen fällt eine zentrale Rolle zu. Es
handelt sich dabei um eine sehr feingranulare Koordinierung, die
meist auf der Ebene der Objekte oder sogar der Methoden ansetzt.
Durch eine Trennung von Koordinierungscode und sequentiellem
Implementierungscode wird ein nebenläufiges Objekt durch zwei Objekte
modelliert. Das eine realisiert den algorithmischen, sequentiellen
Teil des Objekts und das andere den parallelen Teil, der für die
Koordinierung der Nebenläufigkeit zuständig ist.
Ein schwerwiegendes Problem bei nebenläufigen, objektorientierten
Programmiersprachen (COOPLs) stellt die Vererbung dar. Durch die
starke Bindung zwischen Implementierung und Koordinierung kommt es
zur sogenannten Vererbungs-Anomalie, die die Wiederverwendung von Code
durch Vererbung stark einschränkt. Durch die Abspaltung eines eigenen
Koordinierungsobjekts ist es möglich, eine Vererbung sowohl auf der
Implementationsebene als auch auf der Koordinierungsebene getrennt
voneinander vorzunehmen. Dieses Vorgehen bewirkt eine erhebliche
Reduzierung der Anomalien.